Lange Autofahren mit Kindern – meine 5 Überlebenstipps!

Alle die mir auf Instagram folgen, haben wahrscheinlich mitbekommen, dass ich kürzlich alleine mit meinen beiden eine längere Autofahrt auf mich genommen habe. Diese Fahrt verlief wirklich stressfrei für mich und wir haben die 7 Stunden im Auto ziemlich gut gemeistert. Mit ein paar kleinen Tricks, könnt ihr die Autofahrten mit euren Kindern in Zukunft genauso entspannt angehen.

1. Nicht stressen lassen

Ich weiß, das ist leicht gesagt, denn allein der Gedanke ans lange Autofahren mit Kindern kann einen schon in Stress versetzen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es möglich ist stressfrei an so eine Autofahrt heranzugehen. Einfach ein bisschen vorab planen und viele Eventualitäten bereits im Vorfeld berücksichtigen, dann kann dich auch später nichts mehr so leicht aus der Ruhe bringen. Am besten du setzt dir für deine Fahrt kein Zeitziel, denn dann hast du immer ein bisschen Stress im Kopf, der dich dann bei jeder noch so kleinen Planabweichung erst recht aus der Ruhe bringt. Wenn du ehrlich bist, ist es bei den meisten Fahrten doch egal, wann man ankommt. Solltest du doch an einem bestimmten Zeitpunkt ankommen müssen, plane einfach ein rechtzeitig loszufahren. So kannst du genügend Pausen einlegen und es ist ausreichend Zeit, dass sich die Kinder auch zwischen durch mal austoben können, ohne dass dein Zeitziel dabei gefährdet wird. Bei langen Autofahrten muss einfach Zeit dafür sein. Schau‘ dir die Strecke vorab noch einmal an und überlege ob es eventuell Freunde am Weg gibt, die du besuchen könntest – oder Tier- und Freizeitparks. So ein kleiner Stopp tut allen gut und ist einfach Gold wert. Deine Akkus sind hinterher wieder aufgeladen und wenn du Glück hast, schlafen die Kinder anschließend im Auto wieder ein.

2. Intelligent packen

Sei auf alle Eventualitäten vorbereitet. Auch wenn du vor hast an einem bestimmten Zeitpunkt am Ziel zu sein – es kann immer was dazwischen kommen und Staus oder Wetterkapriolen dir beim rechtzeitigen Erreichen des Ziels dazwischen funken. Damit du in solchen Momenten nicht die Ruhe verlierst, denke einfach ein bisschen weiter. Richte dir eine Tasche in die du Dinge packst, die du eventuell während der Fahrt brauchen könntest und stell sie hinter dem Fahrer- oder Beifahrersitz ab. So musst du während der Fahrt nicht lange nach Pyjama, Babybrei oder Fläschchen suchen. Ich verrate dir, welche Dinge ich bei langen Autofahrten immer griffbereit habe:

  • Fläschchen (bei Flaschenkindern) und heißes Wasser für die Abendmahlzeit – auch dann wenn es gar nicht geplant ist, spätabends anzukommen
  • Essen – Breigläschen und Snacks dem Alter entsprechend – ideal finde ich zum Beispiel Fruchtpürree oder Quetschies
  • Wasser (für Mama & Kinder)
  • Pyjama, denn sollte die Fahrt sich doch bis zur Schlafenszeit hinziehen, bekommt das Kind im Auto oder beim letzten Stop ein Fläschchen und wird gleich in den Pyjama gepackt – so ist die Gefahr aufzuwachen beim „umpacken“ ins Bettchen am Ziel weniger groß
  • Decken, damit es die Kinder im Auto möglichst gemütlich haben – lädt dann auch gleich zum Einschlafen ein 🙂
  • Bücher & Spielzeug um kurzfristig für Ablenkung zu sorgen
  • Hörbücher bzw. eine gute Playlist 

3. Hörbücher & Kindermusik griffbereit haben

Bei uns im Auto gibt es eigentlich keine Kindermusik und auch keine Hörbücher. Ausnahmen sind allerdings lange Autofahrten. Hier können Hörbücher einfach Wunder bewirken. Meiner Erfahrung nach klappt das allerdings erst bei Kindern so ab ca. 2 Jahren. Bei kleineren Kindern muss man da etwas kreativer sein oder einfach ein paar Pausen mehr einplanen.

4. Zwischenstopps planen

Was man nicht alles planen kann… – aber auch die Zwischenstopps gehören ein bisschen dazu. Natürlich kann nicht jeder Stopp geplant werden, allerdings gibt es einfach ein paar Tipps zum Stehenbleiben. An allen Raststationen gibt es WCs für Behinderte. Dort ist auch meistens der Wickeltisch installiert. Diese WCs kannst du auch dann benutzen, wenn du mit mehreren Kindern unterwegs bist und einfach dringend mal auf die Toilette musst. Frag beim Personal nach dem Schlüssel für das Behinderten-WC, dort ist es nicht so eng und meistens auch relativ sauber – so kann man die Kinder auch stressfrei mitnehmen, wenns mal schnell gehen muss. Wenn’s ganz schnell gehen muss, dann hab ich meine Kinder aber auch schon mal im Auto gelassen – das mach ich allerdings nicht wenn es bereits dunkel ist oder mir der Parkplatz irgendwie komisch vorkommt (dann bleib ich dort sowieso nicht) – bzw. auch nur dann, wenn ich in unmittelbarer Nähe zum WC parken kann, damit ich auch schnell wieder zurück bin. Mehr die Ausnahmesituation. Größere Zwischenstopps jedenfalls gleich vorab mit einplanen – für Essen, Klogehen, Austoben brauchen wir immer mindestens eine Stunde bis die Kinder wieder so weit sind ins Auto gepackt zu werden.

5. Drück‘ einfach mal ein Auge zu

Autofahr-Tage sind Ausnahmetage. An diesen Tagen halte ich es einfach nicht so streng mit allem. Wenn ich keinen Ausweg mehr sehe, darf auch gerne genascht werden, es muss nicht das gesündeste Essen am Tisch stehen und ich lasse sogar über die musikalische Unterhaltung im Auto mit mir handeln. Ich bin zwar keine richtig strenge Mama, aber ich hab meine Einstellungen zu gewissen Themen. Beim Autofahren seh‘ ich alles nicht so streng und fange auch bestimmt keine Grundsatzdiskussionen mit meinem bald Vierjährigen an. So bleiben wir alle relativ entspannt 🙂

 

Natürlich gibt es noch viele Möglichkeiten das Autofahren so angenehm wie möglich zu machen. Bei mir hat es so ganz gut funktioniert und ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch in Zukunft so sein wird. Die Option nachts zu fahren fällt bei mir absichtlich weg – ich bin absolut kein Nachtmensch und Autofahren bei Dunkelheit strengt mich an und macht einfach müde. Aber vielleicht klappt das ja für euch?

Jetzt bin ich gespannt auf eure Auto-Erlebnisse. Wie plant ihr lange Familien-Autofahrten? Klappt das bei euch auch so gut oder überlegt ihr euch dreimal bevor ihr euch längere Strecken mit den Kindern antut?

Lange Autofahren mit Kindern – meine 5 Überlebenstipps!

4 Gedanken zu „Lange Autofahren mit Kindern – meine 5 Überlebenstipps!

  • 13. März 2017 um 11:30
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    Danke für die Tipps. So in etwa machen wir es auch. Allerdings meiden wir längere Autofahrten doch eher, denn unsere Kleine mag diese nicht so besonders. Die Große war da deutlich unkomplizierter, was auch zeigt, dass manchmal die beste Vorbereitung nichts bringt, wenn das Kind nicht mitspielt 😉
    Aber umso schöner, dass es bei Euch so gut klappt!
    LG und viel Erfolg für Deinen noch sehr jungen Blog!
    Wiebke vom Verflixten Alltag

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    • 13. März 2017 um 19:57
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      Danke für das liebe Feedback 😊 Du hast wohl recht und es hängt viel vom Kind selbst auch ab. In dieser Hinsicht haben wir Glück mit unseren Autofahrerkindern, ich hoffe bei euch wird das auch bald besser! 🍀
      Alles Liebe, Verena

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  • 11. Mai 2017 um 09:11
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    Schöne Tipps! 🙂
    Lange Autofahrten sind bei uns – gott sei dank – kein Problem, die Jungs (2 und 5) werden immer super müde, sobald sie im Auto sitzen (liegt vielleicht daran, dass wir mit ihnen früher immer eine Runde um den Block gefahren sind, wenn sie nicht einschlafen konnten 😉 ) und meistens sind wir eh in der Nacht unterwegs. Mein Mann ist absoluter Nachmensch, sodass ich und die Kids dann in Ruhe schlafen können. 😀

    Mach weiter so, dein Blog gefällt mir echt gut! LG, Anna

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    • 15. Mai 2017 um 19:41
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      Toll, dass ihr auch so Autofahrerkinder habt, Anna! Das ist schon viel wert. Nachts fahren ist für mich leider keine Option, daher bin ich froh wenn es tagsüber auch halbwegs gut klappt. Ich danke dir für das liebe Feedback! Hier auf dem Blog wird schon bald wieder mehr passieren – ich plane eifrig, allerdings geschieht das noch im Hintergrund. Ich melde mich bald wieder mit aufregenden Neuigkeiten! 🙂

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