Weniger ist mehr [Teil 1] – Für mehr Bewusstsein in meinem Alltag

Der bevorstehende Umzug bringt mich immer wieder zum Grübeln. Was sollen wir einpacken, was lassen wir da, was brauchen wir eigentlich wirklich? Weil mir das Thema gerade so am Herzen liegt, möchte ich unseren Umzug als Anlass nehmen, etwas mehr Bewusstsein in unser Leben zu bekommen. Gerne möchte ich euch ein Stückchen dabei mitnehmen und startet somit heute meine neue Beitragsserie zum Thema „Weniger ist mehr!“

Wir haben so viele Dinge…

Seit Wochen schon versuche ich meine Gedanken zu sortieren – was brauchen wir in unserem neuen Zuhause und worauf können wir verzichten. Und ich komme einfach auf keinen grünen Zweig. Ganz ehrlich hab ich in letzter Zeit öfter das Gefühl, dass wir einfach untergehen in unseren Konsumgütern.

Da ich relativ viel auf Instagram und Pinterest unterwegs bin, fällt das zusätzlich schwer – denn ständig schwirren wunderhübsche Bilder um einen herum und es wird einem vorgegaukelt, mit schönen Dingen wird auch das Leben schöner. So leicht verfalle ich manchmal dem Gedanken auch Dinge haben zu müssen weil sie einfach schön aussehen. Aber wozu?

Ich möchte bei diesem Konsumrausch einfach nicht mehr mitmachen und habe beschlossen etwas zu ändern. Uns geht es gut – wir sind gesund und haben ein wundervolles Leben – wir haben aber auch so viele Dinge – Spielzeug, Kleidung, Bücher und auch Dinge die sowieso keiner braucht – aber auch Lebensmittel die einfach nicht aufgegessen werden und letztendlich im Müll landen müssen. Dabei habe ich schon das Gefühl, dass all diese Dinge von mir sorgfältig ausgewählt werden bzw. wurden – aber mit der Zeit kommt eben doch einiges zusammen.

…aber was davon macht uns tatsächlich auch glücklich?

Bei all den Überlegungen rund um unseren Umzug, habe ich immer mehr das Gefühl, dass uns all diese Dinge doch tatsächlich auch belasten. Das wird mir erst jetzt richtig bewusst. Alles was wir haben muss verstaut werden, muss aufgeräumt werden. Es braucht Platz und vieles wird die meiste Zeit eigentlich gar nicht genutzt. Was von all diesen Dingen macht uns aber tatsächlich glücklich? Genau das möchte ich herausfinden.

Unser Umzug als neue Chance bewusster zu Leben.

Ich möchte mein Leben jetzt nicht grundlegend ändern – ich möchte natürlich nicht auf den gewohnten Komfort verzichten. Ich möchte auch weiterhin die Produkte nutzen, die mir wichtig sind. Aber eben nur jene, die mich tatsächlich glücklich machen. Trotzdem bin ich der Meinung, wir können auf den Überfluss verzichten und unsere Energie und Ressourcen in wesentlich wichtigere Dinge stecken.

Ich möchte unseren Umzug zum Anlass nehmen, Schritt für Schritt etwas mehr Bewusstsein in unser Leben zu bekommen. Für mich ist der Umzug eine Chance, die wir nutzen sollten. Eine Chance mal wieder Ordnung in das angesammelte Chaos zu bringen. Damit meine ich in erster Linie natürlich den Konsum und die damit verbundenen Dinge die man um sich hat. Ich meine aber ganz besonders auch Bewusstsein im Umgang miteinander. Wieviel Zeit verbringe ich in meinem Handy anstatt bewusst darauf zu achten was um uns passiert?

Weniger ist mehr – ja! Aber wo anfangen?

Ich habe sehr viel über dieses Thema nachgedacht und möchte nun Schritt für Schritt anfangen aufzuräumen. Irgendwo muss ich anfangen und für mich ist es ganz klar: Erst muss Ordnung geschaffen werden und alles raus, was hier nicht (mehr) benötigt wird.

Im nächsten Teil 2 meiner „Weniger ist Mehr“ – Serie geht es demnächst ums „Ausmisten“ – seid gespannt!

Wie geht ihr mit dem Thema um? Habt ihr euch bereits ähnliche Gedanken gemacht? Habt ihr eventuell Tipps für mich? Lebt ihr immer schon „bewusst“ oder ist für euch auch irgendwann der Zeitpunkt gekommen an dem ihr gesagt habt: es reicht. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen!

 

Weniger ist mehr [Teil 1] – Für mehr Bewusstsein in meinem Alltag

16 Gedanken zu „Weniger ist mehr [Teil 1] – Für mehr Bewusstsein in meinem Alltag

  • 22. Juni 2017 um 07:11
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    Deine neue Serie finde ich (ebenso wie deinen Blog!) toll! Ich beschäftige mich ja schon länger mit dem Thema und versuche, Konsum, Müll und zu viel an (materiellem) Besitz zu vermeiden. Viele Dinge kaufe ich gebraucht und das Meiste zieht auch bei Nichtgebrauch sofort wieder weiter. Zum Beispiel Möbel oder Kleidung – ich kaufe mir nur selten ein neues Teil und achte dann auf gute Qualität. (Uni-) Unterlagen werden bevorzugt digital angefertigt und aufbewahrt, ebenso Bücher… Hmmmm ja… digital detox ist mein nächstes Ziel ;).

    Das war ja alles noch relativ „easy“ als ich alleine war. Seitdem ich ein Baby habe, fällt mir immer wieder auf, wie viele Dinge man plötzlich besitzt und benötigt! Ich versuche natürlich auch hier zu reduzieren, vieles gebraucht zu bekommen und gleich weiter- oder zurückzugeben und Dinge wie Spielzeug und Kosmetik (z.B. Feuchttücher) selbst zu machen.

    Ich stelle mir gerade das Ausmisten gemeinsam mit Kind(ern) noch schwieriger vor – wäre spannend zu verfolgen, wie du/ihr das macht! Ich freue mich schon auf deine neuen Berichte!

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    • 27. Juni 2017 um 19:52
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      Hallo Magali, danke für die lieben Worte! Ich finde auch, dass es mit Kind nochmal schwieriger wird, vor allem weil man gar nicht mehr richtig die Energie hat, auf alles genau zu achten. Toll, wie du das machst – vor allem die Sache mit den Feuchttüchern muss ich mal googlen 🙂 Ich nimm mir gerne ein Beispiel an dir und halte dich am Laufenden was unsere Pläne anbelangt!

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      • 29. Juni 2017 um 07:14
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        Ja, genau das kann ich mir vorstellen. Und dazu kommt wahrscheinlich noch, dass die Kinder sich bestimmt sehr gerne von ihrem Spielzeug etc. trennen 😉 Bin also schon sehr gespannt, wie du/ihr das macht!

        Die Feuchttücher sind super easy. Man braucht 1 Packung Einmalwaschlappen (alternativ geht auch Küchenrolle – in der Mitte halbieren und Karton rausnehmen), 1 Tasse abgekochtes Wasser (abgekühlt) und 1-2 TL Kokosöl. Das Kokosöl im Wasser auflösen und langsam über die Einmalwaschlappen gießen, so dass es sich gleichmäßig verteilt. In einem verschlossenen Behälter aufbewahren, damit es nicht austrocknet (solltest du zu viel Wasser erwischt haben, kannst du es auch einige Zeit offen stehen lassen, damit das Wasser verdunstet). Wenn ich Naturkosmetik herstelle, desinfiziere ich vorher alles (Besteck, Behälter) mit 70%igem Alkohol.

        Ich freu mich schon auf mehr von dir/euch! Alles Liebe <3

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        • 29. Juni 2017 um 21:32
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          Oh toll, das muss ich gleich mal ausprobieren! Danke für’s Teilen! Ich bin gespannt wie das wird & geb dir dann Bescheid :)! <3

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  • 27. Juni 2017 um 12:58
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    Tolle Gedanken hast du da. Ich kann das total nachvollziehen….! Ich hatte sehr ähnliche letztes Jahr, als wir umgezogen sind in unser neues Heim. Wir mussten dazu noch das Haus von der Schwiegermama ausräumen.
    Manchmal hab ich so Phasen, da möchte ich alles wegwerfen, was ich die letzten 12 Monate nicht verwendet habe…. dann werde ich sentimental, weil ich irgendwo eine Bedeutung sehe…. dann bekomm ich ein schlechtes Gewissen und versuche ein zweites Leben dafür zu finden….. dann vergeht die Zeit und es immer noch da….
    Ich wünsche dir mehr Glück! Alles Liebe, Anja

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    • 27. Juni 2017 um 19:54
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      Oh ich kann das gut nachvollziehen. Ich hatte ehrlich gesagt auch schon öfter mal diese Pläne, aber ich denke auch ohne Grund ist es relativ schwer und im Alltag fehlt leider auch einfach häufig die Zeit mal alles alte raus zu schmeißen. Ich bin gespannt wie’s uns dabei gehen wird 🙂
      <3 Verena

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  • 27. Juni 2017 um 13:23
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    Das ist ein tolles Thema und findet auch bei mir immer mehr Relevanz!! Auch ich bin verleitet ein vermeintlich so schönes Wohnzimmer haben zu wollen, wie man es auf Pinterest, Instagram oder im Interieur Katalog sieht. Zum Glück habe ich weder Händchen noch Zeit mich damit im Detail zu beschäftigen 😅
    Jedenfalls habe ich gerade letztes WE mal die Kinderspielecke ausgemistet und vieles davon “entsorgt” – heisst aber nicht weggeworfen, sondern kommt auf den Flohmarkt, das meiste davon ist ja nicht alt und oft sogar neuwertig! Das mache ich übrigens auch bei meinen Anziehsachen: für hippe Erwachsenen-Teile kann ich übrigens den Mondscheinbazar sehr empfehlen! ✌🏼

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    • 27. Juni 2017 um 19:56
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      Oh ja, Pinterest und Insta können schon ganz fies sein was das anbelangt.. Danke für deine Tipps, liebe Kerstin! Ich werd gleich mal nachsehen was der Mondscheinbazar ist 🙂 Alles Liebe, Verena

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  • 27. Juni 2017 um 15:41
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    tolle Sache – danke für die Anregung. Vielleicht packst du nach dem Umzug nicht gleich alle Kisten aus und schaust mal wie gut du ohne den Inhalt klar kommst. Fehlt dir nichts davon, kannst du die ganze Kiste gleich einer karitativen Organisation spenden oder zum Flohmarkt bringen…:-)

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    • 27. Juni 2017 um 19:58
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      Oh das ist eine richtig gute Idee, Christina! So werd ich’s machen!

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  • 27. Juni 2017 um 15:46
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    Ja, das kenn ich nur zu gut. Mir ging es auch so als wir vor zwei Jahren umgezogen sind. Ich habe beschlossen einige Sachen mitzunehmen bei denen ich mir unsicher war und ihnen noch eine Chance zu geben. Hab mir aber einen Termin genau ein Jahr später eingespeichert. Da hab ich dann durchgeschaut und festgestellt. Nein, auch dieses Jahr hab ich die Sachen nicht benutzt. Damit hätten sie ihre Chance vertan und landeten im Müll. Viel Glück beim Ausmisten😉 Schöner Beitrag!

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    • 27. Juni 2017 um 19:59
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      Oh super – schön, dass das bei dir so gut geklappt hat! Bei meiner Kleidung mach ich das meistens auch so mit dem 1 Jahr weglegen. Ich bin gespannt wie es bei den anderen Dingen klappt. Danke für dein Feedback 🙂

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  • 29. Juni 2017 um 16:58
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    Ich muss ja ehrlich zugeben, auch ich verfalle immer wieder dem Konsumrausch und mein fester Vorsatz nur zu kaufen, was unbedingt notwendig ist, wird schon gerne mal etwas überstrapaziert. Auch ich möchte mein Leben dahingehend verändern und vereinfachen. Freue mich darum über Tipps und Gedanken zu dem Thema 🙂

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    • 29. Juni 2017 um 21:33
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      Ja ich weiß, es ist ganz schön schwierig. Ich hoffe sehr und beiden gelingt unser Vorhaben 🙂 Alles Liebe, Verena

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  • 2. Juli 2017 um 22:35
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    Das ist so ein tolles und wichtiges Thema! Ich wünsche dir viel Erfolg damit! Nachdem ich schon seit einigen Jahren auf dieser „Reise“ bin, kann ich sagen, es gibt Höhen und Tiefen, aber es zahlt sich jedenfalls aus!

    Alles Liebe,

    Birgit

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    • 5. Juli 2017 um 13:58
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      Oh, ich bin schon sehr gespannt zu welchen Höhen und Tiefen uns diese Reise führen wird. Vielen Dank fürs Mut machen! Alles Liebe, Verena

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