Photography is my Yoga – eine Liebeserklärung an meine Kamera

Photography is my YogaAlso eigentlich ist Yoga mein Yoga. Aber meine neue Lieblingsbeschäftigung, das Fotografieren, hat für mich ganz viel mit Yoga zu tun. Hinter der Kamera fange ich an Momente viel bewusster wahrzunehmen und entwickle mich dabei nicht nur technisch, sondern vor allem auch persönlich ständig weiter. Warum sich Fotografieren für mich ein bisschen wie Yoga anfühlt…

Schöne Bilder haben mich immer schon begeistert. Die Idee aber auch selbst schöne Bilder zu machen hatte ich erst vor wenigen Monaten. Seither beschäftige ich mit meiner Kamera, der Technik, den Einstellungen und dem Thema Bildgestaltung. Ich möchte nicht sagen, dass ich Profiambitionen habe. Fotografieren ist eben einfach etwas, was ich gerne mache und worin ich mich jedenfalls auch weiterentwickeln möchte.

Und was hat das jetzt bitte mit Yoga zu tun?

So, und jetzt – wieso Yoga? Wieso soll das Fotografieren irgendwas mit Yoga zu tun haben? Für mich ist es tatsächlich ein bisschen miteinander vergleichbar. Nach meinem Verständnis hat Yoga ganz viel mit bewusstem Erleben zu tun. Damit sich zu spüren und zu spüren, wann und wie man sich weiterentwickelt. Damit, den Moment zu leben und präsent zu sein. Welche Bewegungen sich als logische Konsequenz als nächstes ergeben und was der Körper und der Geist gerade im Moment der Praxis schafft.

Beim Fotografieren habe ich ganz ähnliche Erkenntnisse gemacht. Wenn ich mit der Kamera unterwegs bin, geht es für mich darum, bewusst Momente einzufangen. Schöne Momente und Dinge im Alltäglichen zu sehen und diese festzuhalten. Es geht für mich auch darum, neue Dinge auszuprobieren und persönlich über meinen Schatten zu springen.

Aber nochmal von Anfang an.

Ich fotografiere erst seit wenigen Monaten intensiver. Ich habe relativ schnell die Grenzen meiner alten DSLR-Kamera erkannt und mir im April eine neue zugelegt. Erst kam ich mir blöd vor, auf der Straße mit der Kamera unterwegs zu sein und hab sie meistens in der Tasche versteckt und nur für kurze Augenblicke herausgeholt um ein schnelles Foto zu machen. Mir fehlte noch das Selbstbewusstsein – hatte ich ja noch kaum Ahnung davon, wann ich welches Objektiv verwende oder brauche, welche Einstellungen am besten sind und wie ich welche Objekte am besten in Szene setze. Und außerdem – was würden sich die denken, die sich tatsächlich mit dem Fotografieren auskennen? So war ich Anfangs noch etwas schüchtern und sehr zurückhaltend.

Nach und nach wurde ich mutiger. Habe auch VHS-Kurse besucht um mir die technischen Basics noch besser erklären zu lassen. Ich habe angefangen, meine Kamera offen bei mir zu tragen und mich für ein schöne Bild auch mal auf den Boden zu setzen und den Rest um mich herum zu vergessen. Ich habe Menschen angesprochen, die ich interessant fand, um ein schönes Portrait zu machen oder schöne Szenen einzufangen, weil das gerade so gepasst hat. Das war absolut unvorstellbar für mich vor ein paar Wochen.

Fotografie – ich wachse mit der Praxis.

Wie beim Yoga, wachse ich auch beim Fotografieren mit meiner Praxis. Und das nicht nur technisch sondern vor allem auch persönlich, wie ich finde. Plötzlich ist es mir auch egal, was andere denken. Ich probiere verschiedene Einstellungen, verschiedene Objektive und Lichtverhältnisse aus. Es lässt mich vieles vergessen. Und oft – ganz oft sogar – auch wenn ich ohne Kamera unterwegs bin, sehe ich so viele schöne Dinge. Den Straßenverlauf der Autobahn wie er mit den Bäumen am Hügel nebenan und dem Abendhimmel plötzlich wunderschön wirkt, gestapelten Heuballen, wie die Landschaft noch ein bisschen schöner machen.. und und und. Meine Bilder sind zwar noch sehr amateurhaft, aber ich habe endlich meinen Ausgleich gefunden. Einen Ausgleich der mir gerade so gut tut!

Schönen Dinge sehen & mit der Kamera einfangen.

Ich weiß schon, dass unsere Welt nicht nur schön ist. Dass es auch mal Tage gibt, an denen nichts klappt und man einfach wieder zurück ins Bett verschwinden möchte. Dass es Krankheit und Krieg gibt. Klar, bin ich mir dessen bewusst. Gerade deshalb habe ich angefangen, die schönen Dinge einzufangen. In unserem Alltag, in unserer Welt gibt es so viel Schönes zu entdecken! Ich suche nun bewusst nach schönen Umgebungen – Weizenfelder, Sonnenblumenäcker, Wälder,… Halte beim Autofahren danach Ausschau und besuche diese Orte dann wenn es passt mit meinen Kindern. So passiert es auch manchmal, dass ich mein Auto am Straßenrand abstelle, um schnell ein schönes Bild zu machen. Durch mein neues Hobby entdecken wir wunderschöne neue Orte – und sogar in der unmittelbaren Nachbarschaft gibt es so vieles zu entdecken, was ich ohne meine Kamera wahrscheinlich gar nie entdeckt hätte. Die herrlichen Blumenwiese der Nachbarin, das Sonnenblumenfeld gleich 50 Meter von unserem Haus entfernt oder die leckeren Walderdbeeren am Waldrand – Dinge die mir sonst wahrscheinlich gar nie aufgefallen wären.

So – und jetzt ihr? Habt ihr auch so ein wundervolles Hobby, dass euch so viel gibt? Erzählt mir von euren Erfahrungen, ich bin sehr gespannt darauf!

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